[Rezension] Gillian Flynn – Broken House: Düstere Ahnung

Infos zum Buch: 

Autor: Gillian Flynn

Preis: 6,00€

Seitenanzahl: 64

Verlag: FISCHER Taschenbuch; (3. November 2015)

Klappentext: Die junge Nerdy hatte es bislang nicht leicht im Leben und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Aber als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will.


 

Meine Rezension: Spätestens seit ihres Romans „Gone Girl“, der mit Ben Affleck in der Hauptrolle verfilmt wurde, sollte die Autorin Gillian Flynn einem Vielleser geläufig sein. Mit dieser Kurzgeschichte wurde sie mit dem Edgar Award für die beste Kurzgeschichte 2015 ausgezeichnet. Der Klappentext lässt schon anmuten, dass es gruselig wird und die Autorin schafft es geschickt mit ihrem Schreibstil eine fesselnde, kühle Atmosphäre aufzubauen, die an einen Horrorfilm wie „The Conjuring – Die Heimsuchung“ erinnert.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Nerdy erzählt, die bisher keine steile Karriere verfolgte: War sie als Kind mit ihrer Mutter als Bettlerin in den Straßen New Yorks unterwegs, musste sie nun nach 3 Jahren als Profi-Handjobberin aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms ihren Job aufgeben. Jetzt gibt sie sich als Wahrsagerin aus und hofft bei ihrer neuesten Kundin auf das große Geld.

Spätestens als sie die alte Villa, die der Kurzgeschichte ihren Namen verleiht, zum ersten Mal betritt, bekommt man aufgrund der sehr detaillierten Beschreibung eine Gänsehaut. Auch die anderen Charaktere sind authentisch und man wird in den dunklen Bann gezogen, der das Haus und seine Geschichte umgibt.

Der Preis von 6,00€ für 64 Seiten hat mich kurz zögern lassen, dann habe ich aber doch zugeschlagen, da mir bereits „Gone Girl“ gefallen hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht, für ein kurzes Leseerlebnis am Abend reicht es aus. Hätte gerne länger sein dürfen.

Fazit: Gruseliger Lesequickie für zwischendurch. Aus der Storyline hätte man meiner Meinung nach auch einen ganzen Roman mit 400 Seiten füllen können. 

3/5 Punkte


One thought on “[Rezension] Gillian Flynn – Broken House: Düstere Ahnung

  1. Hallo! Ich habe das Buch auch kürzlich beendet und fand es ganz nett. Eigentlich hast du recht, daraus wäre bestimmt noch ein viel besserer Roman geworden. Denn eigentlich arbeitet Gillian Flynn ihre Figuren immer sehr gut heraus, was auf so wenigen Seiten gar nicht möglich ist. Dennoch schreibt sie einfach großartig und trotz des Preises bereue ich den Kauf nicht. Ich lass mal ein paar liebe Grüße da! Corinna

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