[Rezension] Marissa Meyer – Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern

Infos zum Buch: 

Preis: 18,90€

Seitenanzahl: 384

Verlag: Carlsen (20. Dezember 2013)

Reihe: Die Luna-Chroniken

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot
  3. Wie Sterne so golden
  4. Wie Schnee so weiß (erscheint im Januar 2016)

Klappentext: Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …


Meine Rezension: Auf Empfehlung einer Bloggerkollegin bin ich überhaupt erst auf diese Reihe aufmerksam geworden und habe mich neugierig an dieses Hörbuch gewagt. Bisher wusste ich gar nichts über diese Reihe, habe mich beim Lesen also nicht vorher durch irgendwelche Rezensionen oder Klappentexte beeinflussen lassen. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil: es hat mich umgehauen, mehrfach!

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern und arbeitet als Mechanikerin. Sie ist ein Cyborg, zu einem Drittel Maschine und zwei Dritteln Mensch und lebt in einer Welt, die wir uns heute nur schwer vorstellen können. Der Mond wurde bevölkert und nun leben nach dem 4. Weltkrieg Lunarier, Androiden und Cyborgs auf der Erde. Von ihrer Stiefmutter wird Cinder fast wie eine Sklavin behandelt, denn sie muss ständig arbeiten, um Geld für die Familie zu verdienen. Während eines Markttages lernt sie den Prinzen Kai kennen, der sie bittet, seine Androidin zu reparieren.

Zu Hause bekommt Cinder deutlich zu spüren, dass für die meisten Menschen Cyborgs nur ein Stück Blech oder eine leere Hülle sind. Meist ist sie umgeben von ihrer kleinen Androidin Aiko oder ihrer liebevollen Stiefschwester Peony.

Die blaue Pest greift in ihrem Land um sich und niemand ist vor ihr sicher. Wer einmal erkrankt, kann nicht mehr geheilt werden, mehrere Tausend Menschen sind bereits qualvoll gestorben. Jeden Tag werden ID-Nummern von Cyborgs gezogen, diese müssen sich Tests unterziehen, die der Erforschung eines Gegenmittels dienen. Diese Tests überleben sie nicht. Cinder könnte es ebenfalls passieren, dass sie eingezogen wird.

Selbst der Imperator ist von dieser Krankheit betroffen und trotzdem will der Palast zur Ablenkung der Bevölkerung Neu-Pekings von diesen schweren Zeiten das alljährliche Friedensfest feiern. Cinder wird vom Prinzen persönlich zum Ball eingeladen, weiß er doch nicht, dass sie eine Cyborg ist.

Durch einen tragischen Vorfall in Cinders Familie gibt Adri, Cinders Stiefmutter, sie für die Forschungstests frei. Im Forschungslabor am königlichen Hof trifft Cinder immer wieder auf den charmanten Kai und erfährt durch die Tests einiges über ihre Vergangenheit.

Ich habe mich von der Geschichte so in den Bann ziehen lassen, dass ich tatsächlich nicht sofort gemerkt habe, dass die Story und alleine schon der Name Cinder eine Anspielung auf ein modernes Märchen im Stil von Cinderella ist. Die neu-interpretierte Story beinhaltet viel Dystopie, Science-Fiction und ein wenig Romantik. Eigentlich ist für jeden etwas dabei. Besonders die Mischung Märchen/Science-Fiction finde ich sehr gelungen, der gläserne Schuh wird hier mit einer mechanischen Robofußprothese ersetzt, der Bauteil von Cinder ist.

Die Stimme der Leserin empfand ich als sehr angenehm, auch wie sie sie für die kleine Androidin Aiko verstellt hat. Die Handlung und die Charaktere überzeugten mich, dass ich mich für das richtige Buch entschieden habe. Besonders die kleine Aiko hat mich häufig zum Lachen gebracht und ich habe sie richtig ins Herz geschlossen, erinnerte sie mich doch ein wenig an R2-D2.

Die Autorin Marissa Meyer schafft geschickt mit ihrem Schreibstil die richtige Atmosphäre, inmitten von märchenhaften Elementen und futuristischer Technologie. Überschattet von der blauen Pest, die sich wie ein Schleier über das ganze Land zieht. Aus der Ferne droht eine weitere Gefahr: Die böse Königin des Mondes will zum Ball erscheinen.

Hier wurde nicht einfach nur das bekannte Märchen mit anderen Figuren nacherzählt, sondern eine wundervolle Welt geschaffen in ferner Zukunft. Ich bin sehr gespannt, ob die Autorin es schafft, die Story durch die nächsten drei Bände der Reihe auf diesem Niveau weiterzuführen.

Fazit: Klare Leseempfehlung! Märchen, Dystopie, Science-Fiction, alles vereint in einer wunderschönen Geschichte. 

5/5 Punkte


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